Aus: Weißenburger Tagblatt 30.9.1988
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Vom Bundespreis in „Jugend forscht“ zu Vorträgen im Auftrag der Verteidigung
 
Konsequent auf Forschungsweg
Dirk Zwörner-Weickmann studiert seit über Jahrzehnt Lebensweise von Insekten und Spinnentieren – Ausstellung in den Fenstern der Einhorn-Apotheke

 

 
Weissenburg – Passanten bleiben stehen, vertiefen sich in die Ausstellung im Schaufenster. Das Thema „Jugend forscht – Insekten und Spinnentiere“ ist gegenwärtig für die Auslagen der „Einhorn-Apotheke“ in der Rosenstraße gültig.

Dirk Zwörner-Weickmann, Weißenburg, Pharmazeutisch-technischer Assistent in der Apotheke des Kreiskrankenhauses, befaßt sich seit elf Jahren mit der Forschung der Lebensweise von Insekten und Spinnentieren. Seit fünf Jahren stellt er die Erkenntnisse über „Schwarze Witwen“, die Kugelspinnen, zusammen.

1983, mit 15 Jahren, hatte Dirk Zwörner.Weickmann an dem Wettbewerb „Schüler experimentieren“ teilgenommen. Mit Markus Drischel erhielt er den ersten Preis für die Arbeiten: „Richtige Haltung und Zucht von Fangschrecken und Spinnen.“

1984 beteiligten sich die beiden Weißenburger an dem Wettbewerb „Jugend forscht“ mit: „Die richtige Haltung und Zucht folgender Arthropoden: Stabschrecken, Fangschrecken, Schaben, Spinnen und Skorpione“. Sie wurden dafür mit dem Bundespreis ausgezeichnet.

Interesse verdient es, daß Dirk Zwörner-Weickmann einen Forschungsauftrag erhielt, der von Prof. Levi von der Harvard-University, Cambridge, betreut wird. Dabei geht es um die Arteneinteilung der „Schwarzen Witwen“ in bezug auf Giftigkeit und Serumgabe.

Demnächst hält Zwörner-Weickmann Vorträge in Altenstadt. Das Thema fand beim Bundesminister für Verteidigung, Bonn, solche Aufmerksamkeit, daß der Weißenburger an das Referat „Ausbildung und Bildung der Führer im Heer“ weitergeleitet wurde. Am 10. Oktober hält der Assistent Vorträge vor Ausbildern für Einzelkämpfer und für die Überlebensausbildung von Piloten. Die Themen lauten „Gifttiere in Deutschland“ und „Vermeidung von Unfällen mit Gifttieren in wärmeren Gegenden der Erde“.

Zu der Ausstellung in der Einhorn-Apotheke ist noch zu erwähnen, daß man dort täglich um 10.00 Uhr, außer an Sonntagen, vor den Schaufenstern bei der Fütterung der Spinnentiere und Fangschrecken zuschauen kann.

-ab-